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10 Tipps die man vor dem Kauf einer LED-Taschenlampe beachten sollte

LED-Taschenlampen sind bestechend, wenn man sich in so manchem Angebot die Beschreibung der einzelnen Funktionen anschaut. Da wird von einer hohen Lichtausbeute gesprochen, von sehr leichten Material und einer gewissen Langlebigkeit der Batterien. Doch all diese Fakten sind im Grunde auch nichts weiter, als der Versuch eine Taschenlampe an einen potenziellen Kunden zu verkaufen. Meist reicht schon ein Blick auf den Preis, um zu erkennen, dass in besagtem Angebot keine echte Qualität offeriert wird. Doch woran soll sich ein interessierter Käufer dann halten, wenn doch die Beschreibungen der Produkte selbst, häufig nicht mehr sind als eine Aneinanderreihung positiver Aussagen? Eine echte Beschreibung ist dies in jedem Fall nicht, sodass andere Maßstäbe angesetzt werden müssen. Die nachfolgenden zehn Ratschläge sollen alle wesentlichen Aspekte für den Kauf einer LED-Taschenlampe ins rechte Licht rücken und dem Kunden ein entsprechendes Maß an Sicherheit vermitteln.

Das richtige Material für alle Einsatzbereiche

Immer wieder werden LED-Taschenlampen aus Aluminium oder Stahl angepriesen. Auch diverse Carbon-Verbindungen sind häufig genannte Kandidaten für ultraleichte Modelle. Nur wird hier nicht die ganze Wahrheit gesagt. So gilt Aluminium zum Beispiel als Leichtbaustoff, hat in seiner hier verwendeten Form aber doch ein beachtliches Gewicht. Über Stahl muss in diesem Punkt gar nicht diskutiert werden. Die Modelle sind zwar sehr haltbar, allerdings muss hierfür ein enormes Gewicht mitgetragen werden. Für einen längeren Einsatz einfach zu schwer, um sie konsequent zu nutzen.

Besser ist da schon Kunststoff, denn dieser Baustoff ist leicht und hält auch den meisten Umweltbedingungen stand. Nur ist die Bruchgefahr bei einem Sturz deutlich höher, denn die diversen Kunststoffsorten neigen in unterschiedlichem Maße dazu, bei einem Aufprall zu brechen. Das gleiche Problem besteht auch bei Carbon. Dieses ist zwar äußerst robust, doch Schläge beziehungsweise Stürze kann es kaum ertragen. Daher sollte eher zu Dural – einer sehr leichten Aluminiumlegierung – gegriffen werden. Dieses Material wird in der Raumfahrt und im Flugzeugbau verwendet, wo es sich als wahrer Wunderstoff erwiesen hat. Leider fallen die Preise für solche LED-Taschenlampen aber sehr hoch aus, wenngleich aber gesagt werden kann, dass ihre Lebensdauer sich über eine enorme Zeitspanne erstreckt.

Schnee im Sauerland Fotografiert von: Annabelle Schleder

Led Lenser P14 – Die Leuchtstärke.

Gutes Gleichgewicht

Eine LED-Taschenlampe muss simpel ausgedrückt gut in der Hand liegen. Hierzu ist eine hervorragende Gewichtsverteilung erforderlich. Allerdings lässt sich ein solcher Faktor bei einem Kauf im Netz sehr schwer prüfen. Daher sollte, wenn nötig, vom Widerrufsrecht gebrauch gemacht werden. Der Kopf der Lampe muss zusammen mit dem Griff ein ausbalanciertes Gebilde ergeben. Der Schwerpunkt sollte hierbei genau in der Mitte liegen, sodass die Taschenlampe im Grunde auf einem Finger balanciert werden kann. Dies ist deshalb von Bedeutung, damit die Taschenlampe schnell in jede gewünschte Richtung gedreht werden kann, ohne dass diese dabei droht aus der Hand zu gleiten. Ist zum Beispiel der Kopf viel schwerer, kann es nach geraumer Zeit anstrengend werden, die Lampe in der Hand zu halten. Zudem darf auch nicht das Gewicht der Batterien vernachlässigt werden, sodass diese in die entsprechende Rechnung bereits mit einbezogen sein müssen.

Der Test für dieses Kriterium kann ganz einfach erfolgen. Die Lampe sollte bei einem abendlichen Spaziergang mitgeführt werden. Dies kann sich zum Beispiel beim Ausführen der Hunde anbieten, denn hier können schon bis zu 45 Minuten für eine Runde vergehen. Lässt sich die Lampe in dieser Zeit gut tragen, so ist ihr Gewicht genau im Gleichgewicht, denn das Gefühl hierzu wird ein Gutes sein. Ist es aber eher unangenehm, über längere Zeit die Lampe mit sich zu führen, ist eher auf ein anderes Modell zu setzen.

Was ist, wenn es regnet?

Eine Taschenlampe ist natürlich ein Objekt, welches sowohl in Räumen wie auch im Freien zur Anwendung kommt. Gerade draußen kann es einem auch einmal geschehen, dass ein Regenguss aus heiterem Himmel stattfindet. Unter solchen Umständen muss die LED-Taschenlampe dann beweisen, was sie kann und ob sie auch Wasser ohne Probleme erträgt. Dies ist bei unterschiedlichen Modellen in unterschiedlichem Ausmaß der Fall, denn eine konkrete Aussage über die Wasserresistenz kann entweder nur ein Test oder aber die IPX-Schutzklasse treffen.

Letztere wird bei einem Kauf der wahrscheinlichste Anhaltspunkt sein, wenn es um den Widerstand gegen das Eindringen von Wasser geht. Dabei sollte kein Modell unter einer Kennzeichnung von IPX 7 erworben werden. Ab diesem Punkt kann eine Lampe auch für eine kurze Zeit unter Wasser getaucht werden, ohne dass die Elektronik in ihr versagt. IPX 8 bietet das gleiche Feature, nur dass sich bei diesem Standard die Zeitspanne des Untertauchens bereits deutlich vergrößert. Wer die LED-Taschenlampe dann einmal in einer Pfütze oder einem Graben fallen lässt, der kann sich sicher sein, dass sie hinterher immer noch funktioniert. Allerdings ist dann auch eine gründliche Reinigung erforderlich, da ansonsten wesentliche Kontakte korrodieren könnten.

Die Leuchtkraft der Fenix PD35 Taschenlampe im Freien - LED Taschenlampen Test

Die Leuchtkraft der Fenix PD35 Taschenlampe im Freien – LED Taschenlampen Test

Klare Sicht

Ein großes Problem bei den meisten Taschenlampen ist die Abdeckung des Reflektors, also jene Scheibe, die sich vor der Birne oder in diesem Fall der LED befindet. Heute ist es zur Regel geworden, dass dabei meist Kunststoff Verwendung findet. Dieser ist leicht und lässt sich auch noch einfach in die richtige Form bringen. Allerdings neigt gerade dieses Material dazu, schnell unschöne Kratzer aufzuweisen, die dann die Sicht durchaus eintrüben können. Durch die Kratzer wird das Licht nämlich in einem anderen Winkel gebrochen, was den Einfall des Lichtkegels verändert und den Strahl diffus erscheinen lässt. Auch kann sich in diesen Makeln Schmutz ansammeln, der die Lichtstärke minimiert, sodass aufwendig gereinigt werden muss.

Besser ist es also, wenn bei der vorderen Abdeckung zu echtem Glas gegriffen wird. Dieses zerkratzt nur sehr schwer und lässt sich auch einfach mit einem feuchten Tuch von Schmutz befreien. Zumeist sind die Scheiben solcher Modelle auch recht dickwandig, sodass auch ein Sturz dem Glas nichts anhaben kann. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, der greift tief in die Tasche und legt sich eine LED-Taschenlampe mit Saphirglasabdeckung zu. Das gleiche Material kommt auch häufig bei hochwertigen Uhrgläsern zum Einsatz und ist so gut wie unverwüstlich. Allerdings kann der Preis dann einem schon einmal die Bilanz ruinieren.

Sicher mit Strom versorgt

Taschenlampen die zu Boden fallen haben oft die Angewohnheit, dass sich bei ihnen ungewollt das Batteriefach öffnet. Dies liegt daran, dass dieses in der Regel nur mit einem leichten Klickverschluss einrastet. Gerade bei günstigen Modellen wird kaum eine andere Form der Abdeckung erhältlich sein, denn um einen möglichst niedrigen Preis ansetzen zu können, wird gespart, wo man nur kann. Allerdings besteht gerade hier die Gefahr, dass eine Batterie im Dunkeln verloren geht. So kann die Taschenlampe dann nicht mehr genutzt werden und man steht vielleicht in der Fremde ganz allein da.

Besser ist es also zu einer Variante mit Schraubverschluss zu greifen. Diese verfügt über ein festes Metallgewinde, welches eine sehr gute Verbindung zum Griff der Lampe schafft. Alternativ kann auch auf eine fixierende Schraube gesetzt werden. Diese muss beim Wechseln dann zwar umständlich mittels eines Schraubenziehers gelöst werden, offeriert aber von allen Methoden den besten Halt. Zudem empfiehlt es sich ohnehin, vor der Benutzung der Lampe stets den Ladestand der Batterien zu überprüfen, um nicht unversehens in der Dunkelheit, ohne Stromquelle dazustehen.

IPX Standard - Wann eine Taschenlampe wasserdicht ist

IPX-4 gegen Regenwasser geschützt, IPX-6 gegen Strahlwasser und bei IPX-8 ist die Taschenlampe bis 2 m Tiefe wasserdicht

Stufen und noch mehr Licht

Die meisten LED-Taschenlampen kommen mit mehreren Einstellungen für die Helligkeit daher. Über den Schalter kann so zwischen einem schwachen Lichtstrahl bis hin zu einem kleinen Flutlichtscheinwerfer für die Hand gewählt werden. Diese Einstellungen sind sehr praktisch, denn die Lichtverhältnisse können genau den Umgebungsbedingungen angepasst werden. Dies schont auch die Batterien, denn bei voller Leistung kann die gesamte Ladung sehr schnell verbraucht sein. Wer die Lampe also stets im hellsten Modus betreiben möchte, der muss sich im Vorfeld über die maximale Leuchtdauer informieren.

Neben dem normalen Licht kann häufig auch eine Stroboskop-Funktion genutzt werden. Diese erzeugt Lichtblitze in regelmäßigen Abständen, was Bewegungen dann wie eine Einzelaufnahme erscheinen lässt. Ob eine solche Funktion im Alltag von Nöten ist bleibt dahingestellt. Allerdings treibt auch dieses Feature den Preis einer guten LED-Taschenlampe nach oben. Für den Einsatz in freier Wildbahn – also Outdoor – kann eine SOS-Funktion nicht schaden, die schnell auf den eigenen Standort hinweist und Probleme signalisiert. Ob das Modell der Wahl ein solches Feature besitzt, kann ebenfalls in den meisten Produktbeschreibungen nachgelesen werden.

LED ist nicht immer gleich LED

In den Produktbeschreibungen und Datenblättern der Hersteller können viele farbenfrohe Begriffe zum Staunen animieren. Manche muten so sagenhaft an, dass der Kunde gar nicht anders kann, als von ihnen fasziniert zu sein. Doch die schlichte Wahrheit ist, dass viele nicht einmal genau wissen, was sich hinter den Bezeichnungen tatsächlich verbirgt. So taucht auch sehr oft der Begriff „High End Power LED“ auf. Was auf den ersten Blick nach viel Kraft aussieht, ist aber nicht immer das, was es zu sein scheint.

Hinter der oben genannten Bezeichnung verbirgt sich nämlich nichts. Es handelt sich einfach nur um eine Werbebezeichnung die Leuchtkraft versprechen soll. Allerdings kann niemand mit dieser Angabe etwas anfangen, denn letztlich fehlen alle erforderlichen Werte, um die tatsächliche Leistung selbst recherchieren zu können. Wer hier wirklich auf Nummer Sicher gehen möchte, der greift zu einer LED-Taschenlampe mit einer Cree XM-L2 U2 bis U4. Bei diesen LEDs handelt es sich um die stärksten, die überhaupt auf dem Markt verfügbar sind. Einige erreichen einen enormen Lichtstrom bis hin zu sagenhaften Werten von 6.000 Lumen. Allerdings auch nur für kurze Zeit, denn schon nach wenigen Minuten sind die Batterien völlig erschöpft. Daher lassen sich auch diese Leuchten in verschieden Stufen regeln. Der Standardwert liegt zwischen 300 und 750 Lumen, was im Maximum etwa der Leuchtkraft einer normalen Glühbirne entspricht. Anhand dieser Werte kann auch schnell erkannt werden, ob eine sogenannte „High End Power LED“ wirklich zur Oberklasse zählt. Allerdings darf man sich bei der Anschaffung auch über den Preis nicht wundern, wenn dieser mit mehreren 100 Euro zu Buche schlägt.

Wie wichtig ist die Lichtstärke

Für eine gute Taschenlampe ist die Lichtstärke, der Reflektor und das Leuchtmittel entscheidend

Bis in die Tiefen der Nacht

Wie weit muss eine LED-Taschenlampe aber nun leuchten können, damit sich der Einsatz wirklich lohnt? Die meisten Modelle kommen im Durchschnitt auf eine Reichweite von 250 bis 320 Metern. Dies ist im Grunde auch völlig ausreichend. High-end-Versionen können hier auch bis zu 750 Meter weit reichen, wenngleich bei maximaler Entfernung das Bild schon recht unscharf und verschwommen wird. Dabei ist aber nicht nur die Leuchtweite an sich entscheidend, sondern auch die Art wie der Lichtkegel gebündelt wird.

Am besten eignet sich dabei eine Lampe, die einen stark abgegrenzten Strahl erzeugt. Dieser schneidet quasi wie ein Laser durch die Dunkelheit und stellt alle Objekte im Einzugsbereich gestochen scharf dar. Häufig sind die Ränder aber etwa diffus, sodass hier Dinge nicht immer hundertprozentig genau erkannt werden können. Allerdings ist dies kein Makel, sondern in der Natur der Sache begründet, da es sich dabei um einen physikalischen Effekt handelt.

Befestigungen

Eine LED-Taschenlampe kann nicht immer in der Hand getragen werden, so viel steht schon einmal fest. Daher darf ein guter Gürtelklipp, welcher im besten Fall aus Dural besteht, nicht fehlen. Allerdings muss sich dieser auch leicht entfernen lassen, wenn die Lampe in einem kritischen Augenblick schnell benötigt wird. Der Klipp muss also halten, darf sich aber in keinem Fall am Gürtel verhaken.

Wenn die Lampe eine längere Zeit nicht benötigt wird, so sollte auch eine Tasche nicht fehlen, die am Gürtel getragen werden kann. Nylon ist dabei eine gute Wahl, denn das Material bietet eine hohe Haltbarkeit und ist auch gegen Feuchtigkeit resistent. Zudem lässt sich in einer solchen Tasche auch leicht diverses Zubehör verstauen, sodass dieses nicht extra in einem Rucksack verstaut werden muss.

Auch mit Handschuhen nutzbar?

Eine LED-Taschenlampe sollte auch mit Handschuhen nutzbar sein. Hierzu muss der Griff entsprechend mit einer rutschfesten Beschichtung versehen sein. Diese kann auch dann nützlich werden, wenn die Hände einmal sehr mit Schweiß durchnässt sind. So lässt sich die Lampe auch einfach in der Hand drehen, wenn diese besonders glatt ist. Rutschfestigkeit ist im Besonderen das A und O, denn das erste Gebot bei einer Taschenlampe ist ein guter Halt, ohne den es einfach nicht geht.

Kaufen mit Verstand

Welche Leistung eine LED-Taschenlampe haben muss, welche Features mit an Bord sein müssen und wie das Glas der Abdeckung beschaffen ist, sind natürlich wichtige Dinge. Dennoch muss jeder selbst – und vor allem nach seinem Geldbeutel – entscheiden, was er wirklich benötigt oder nicht. Letztlich gibt es gute LED-Taschenlampen auch schon zu einem moderaten Preis, sodass nicht gleich ein Kredit für die Anschaffung aufgenommen werden muss. Wer allerdings wirklich hohe Ansprüche an die Technik hat, der sollte aber schon etwas mehr investieren, damit er auch das bekommt, was er wirklich sucht. Die oben genannten Punkte stellen dabei eine Checkliste dar, anhand welcher jeder das richtige Modell für sich finden kann.


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